Kirchenchor Osterfeine

Foto: Imke Wiese, 2012
Foto: Imke Wiese, 2012

Probenzeit: Montag, 20.00-21.30 Uhr (Probenpause in den Sommerferien)

Probenort: Pfarrheim Osterfeine, großer Saal

Chorleiter: Gabriel Isenberg (05491-9089055)

Vorsitzende: Andrea Krebeck (05491-2150)

Stellvertretende Vorsitzende: Johanna Kauling

Schriftführerin: Agnes Oevermann

Kassenwartin: Rita Fröhle


Der Kirchenchor Osterfeine zählt zur Zeit 37 aktive Sängerinnen und Sänger. Wir treffen uns wöchentlich im neuen Pfarrheim in Osterfeine zu den Chorproben. Mehrfach im Jahr, besonders zu den hohen Feiertagen, gestalten wir die Messfeiern in der St.-Mariä-Himmelfahrtskirche in Osterfeine musikalisch mit. Darüberhinaus treten wir auch bei Konzerten auf. Die Pflege der Geselligkeit, ein- oder mehrtägige Ausflugsfahrten gehören ebenso zum jährlichen Programm der Chorgemeinschaft.
Wenn auch Sie den Wunsch haben, in einer solchen Chorgemeinschaft mitzumachen, dann kommen Sie ganz einfach zur Chorprobe. Jeder ist herzlich willkommen.


Geschichte

Schon 1896 hatten sich um Hauptlehrer Gerhard Bramlage in Osterfeine einige Gemeindemitglieder geschart, die sich die Pflege des kirchlichen Gesangs zur Aufgabe gesetzt hatten und bei festlichen Anlässen auf dem Orgelboden sangen.

Die Gründungsurkunde des Osterfeiner Cäcilien-Vereins datiert auf den 1. Februar 1899. Der Verein hatte die Aufgabe, „in der Kapellengemeinde Osterfeine eine der Kunst und Liturgie entsprechende Kirchenmusik zu erzielen“. Der damalige Kaplan Heinrich Nieberding hatte sich sehr um das Zustandekommen des Vereins bemüht. Nach einigen anfänglichen Problemen kann das Jahr 1901, als Osterfeine zur eigenständigen Pfarrgemeinde erhoben wurde, als eigentlicher Beginn des Osterfeiner Kirchenchores bezeichnet werden.

Im Probenraum in der Schule gab es erst 1913 elektrisches Licht. Jeden Sonntag wurden in wechselnder Besetzung die lateinischen Gesänge aus dem „Graduale Romanum“ gesungen, an hohen kirchlichen Festtagen auch mehrstimmige deutsche Chorsätze.

Als sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges die Reihen des Männerchores wegen des Kriegsdienstes lichteten, wurde 1914 unter der Leitung von Ella Meyer der Osterfeiner Damenchor gegründet.

Nach dem Krieg wurden die regelmäßigen Proben des Männerchores in der Gastwirtschaft Olberding wieder aufgenommen. Da Hauptlehrer Bramlage nun im Ruhrstand war, übernahm der neue Hauptlehrer Wilhelm Meyerratken die Leitung des Chores. Meinungsverschiedenheiten zwischen Pfarrer Nieberding und dem Chor führten Ende 1921 zur Auflösung des Chores. Meyerratken gelang es aber, mit einer neuen Sängerschar den Chor wieder neu ins Leben zu rufen. 1930 wird die Wirtschaft Berding das neue Probenlokal.

Nach einer Blütezeit in den 1930er Jahren erleidet die Chorarbeit durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges herbe Rückschläge. Wie im Ersten Weltkrieg übernahm der Frauenchor so manche gottesdienstlichen Aufgaben; er wurde seit 1936 von Maria Berding geleitet.

Mit der ersten Generalversammlung am 22. November 1945 wurde die Chorarbeit nach dem Krieg wieder aufgenommen. Sowohl Männer- als auch Frauenchor hatten jeweils 25 bis 30 aktive Mitglieder. Seit 1947 probten beide Chöre gemeinsam; seit 1950 wird der Kirchenchor Osterfeine offiziell als gemischter Chor geführt.

Im Herbst übernahm der neue Hauptlehrer Dr. Breitkopf die Leitung des Kirchenchores. Mit einer Chorstärke von 50 bis 60 aktiven Mitgliedern konnte der Chor in der Wirtschaft Berding nur getrennt üben; gemeinsame Proben wurden in der Kirche abgehalten. Nach der nur kurzen Leitung gab Breitkopf den Dirigentenstab aus gesundheitlichen Gründen 1953 an Hauptlehrer Georg Escher ab. 1954 wurden die Proben ins neue Vereinshaus verlegt. Zahlreiche hochwertige kirchenmusikalische Andachten sowie die Veränderungen in der Liturgie bestimmten die Arbeit des Chores in den 1960er und 70er Jahren. Nach dem beruflichen Wegzug Georg Eschers übernahm Rektor Hauke 1970 das Dirigat des Chores. Die ebenfalls kirchenmusikalisch ausgebildete Volksschullehrerin Gisela Winkler übernahm 1974 die Leitung des Kirchenchores. Eine wichtige Aufgabe ihrer Arbeit war es, gemeinsam mit dem Chor die Lieder des neuen Gotteslobes in der Gemeinde einzuführen. Als Gisela Winkler den Chor 1979 verließ, konnte Herr Riemann aus Lohne kurzfrisitig als Vertretung gewonnen werden. Seit Oktober 1979 war dann Aloys Burwinkel aus Brockdorf neuer Leiter des Osterfeiner Kirchenchores. Weiterhin sprang Gisela Winkler immer wieder als Vertreterin für die Chorleitung ein.

Seit 1992 stand der Chor unter Leitung von Gisela Kröger. In der Zeit ihrer Leitung wirkte der Kirchenchor Osterfeine bei unzähligen kirchlichen wie auch weltlichen Auftritten mit. In Verbindung der Ausrichtung des Cäcilienfestes des Dekanates Damme im Jahre 2001 feierte der Chor sein 100-jähriges Bestehen.
Seit Januar 2011 singt der Kirchenchor Osterfeine unter der Leitung von Kirchenmusiker Gabriel Isenberg. Im Sommer 2012 konnte der Chor in das neue Pfarrheim Osterfeine als neuen Probenort einziehen.

Neben der musikalischen Mitgestaltung von zahlreichen Gottesdiensten in Osterfeine ist der Chor jedes Jahr in ein bis zwei größeren Konzerten zu hören. Im Jahr 2012 veranstaltete der Chor ein Marienkonzert in der Osterfeiner Kirche. Nach einem Probenwochenende in Stapelfeld konnte der Chor im Spätsommer 2013 eine Nachtmusik in Osterfeine gestalten, die dem Ensemble viel Lob einbrachte.

Ein großartiger Erfolg war die Aufführung des Weihnachtsoratoriums op. 5 von Heinrich Fidelis Müller Anfang Januar 2015 in Gehrde und Osterfeine.


Chorprojekte seit 2011

2011

Chormusik zum Gemeindekonzert in Damme


2012

Musikalische Andacht zum Marienmonat Mai


2013

Nachtmusik mit Chormusik aus drei Jahrhunderten


2014

Sommerliche Chormusik (Mitwirkung beim Gemeindekonzert in Neuenkirchen)


2015

Heinrich Fidelis Müller: Weihnachtsoratorium op. 5 (Aufführungen in Gehrde und Osterfeine)

Musikalische Abendmesse mit Live-Übertragung in der Marienbasilika Kevelaer


2016

Marienlob · Mitsing-Projekt mit Marienliedern