Chorgemeinschaft St. Viktor Damme

Foto: Imke Wiese, 2012
Foto: Imke Wiese, 2012

Probenzeit: Mittwoch, 20.00-21.45 Uhr (Probenpause in den Sommerferien)

Probenort: Pfarrheim II Damme (Kirchplatz 18), Petrussaal

Chorleiter: Gabriel Isenberg (05491-9089055)

Vorsitzender: Norbert Stärk (05491-7229)

Stellvertretende Vorsitzende: Claudia Lange

Schriftführerin: Edeltraud Kampers

Kassenwartin: Maria Gieskemeyer

Beisitzer: Susanne Kuhlmann, Christiane Meyerrose, Annette Wübbolding


Die Chorgemeinschaft St. Viktor in Damme setzt sich aus rund 65 begeisterten Sängerinnen und Sängern aller Altersklassen zusammen.

Vorrangiges Ziel der Chorgemeinschaft ist die musikalische Gestaltung der verschiedensten Gottesdienste des Kirchenjahres in St. Viktor. Dabei reicht die Literatur von barocken und klassischen Kompositionen bis hin zu modernen geistlichen Liedern. Auch Konzerte werden von der Chorgemeinschaft gestaltet, sei es a cappella oder zusammen mit anderen Instrumenten oder Orchester.

Neben dem musikalischen Proben wird das gesellige Miteinander ganz groß geschrieben – sei es in den Probenpausen jeden Mittwoch, oder bei gemeinsamen Ausflügen. Auch mehrtätige Chorwochenenden stehen auf dem Programm.

Außerdem freuen wir uns jederzeit über neue Chormitglieder. Alter und musikalische Vorerfahrungen sind dabei unerheblich: Jeder, der Freude am gemeinsamen Singen hat, ist herzlich willkommen! Einfach mal vorbeischauen...


Hörbeispiele

Konzertmitschnitte vom 15. September 2013:



Geschichte

Die Anfänge des kirchlichen Chorgesangs in Damme liegen im Dunkeln. In den 1890er Jahren gründete und leitete Vikar Knelangen, der von 1891 bis 1908 in Damme war, einen (Männer-)Gesangverein in Damme, der an den katholischen Gesellenverein angebunden war. Als Dirigent wurde er unterstützt von Lehrer Beckmann.

1904 wird berichtet, dass der Chor etwa 30 bis 35 Mitglieder hatte. Wer Chormitglied werden wollte, musste das Lied „Hier liegt vor deiner Majestät im Staub die Christenheit“ vorsingen. Während des Ersten Weltkrieges 1914-18 ruhte die Chorarbeit vermutlich.

Als nach dem Krieg die Chorarbeit wieder aufgenommen wurde, leitete der Lehrer, Küster und Organist Christoph Ricking (zugleich Vizepräsident des katholischen Gesellenvereins) den Chor bis 1928. Zwischenzeitlich entstand Ende der 1920er Jahre auch ein Frauenchor innerhalb des Frauen- und Müttervereins, den ebenfalls Christoph Ricking zeitweise leitete.

Im Jahr 1934 übernahm der neue Küster und Organist Willy Droste die Leitung des Kirchenchores. 1936 wurde der gemischte Chor gegründet. Auch der Zweite Weltkrieg brachte wieder eine Unterbrechung in der Chorarbeit. Nur die Frauen des Chores traten noch hin und wieder auf.

Nach dem Ende des Krieges konnte der Wiederaufbau des Chores ab 1945 mit großem Engagenemt wieder betrieben werden. Die seit dem 9. Januar 1950 geführte Chorchronik nennt 70 aktive Chormitglieder. Diese hohe Sängerzahl ging in den folgenden Jahren wieder stark zurück. Zwischen 1953 und 1968 sanken die Mitgliederzahlen teilweise bis auf 25 Sänger. 1952 wurde der parallele Frauenchor aufgelöst.

1969 übernahm der Musiklehrer Stud'Ass Ludger Kossen die Leitung des Chores. Unter seinem Dirigat wurden mehrere kirchenmusikalische Andachten gestaltet. Als 1972 Ludger Kossen ausschied, ließ sich über drei Jahre hinweg kein neuer Dirigent finden: Die Chorarbeite musste bis 1975 ruhen.

Im September 1975 konnte schließlich Realschullehrer Josef Moormann aus Lohne als neuer Dirigent der Chorgemeinschaft gewonnen werden. Unter seiner Leitung wurden mehrere Orchestermessen aufgeführt und eine Schallplatte aufgenommen. Im selben Jahr fand die Einweihung der neuen Führer-Orgel im Dammer Dom statt. 1978 zählte der Chor 60 Mitglieder. Das Chorleben lebte auf: der Chor sang u. a. im Rundfunkgottesdienst und trat z. B. im Münchener Dom auf.

Zu Beginn des Jahres 1985 trat Moormann vom Dirigentenamt zurück, woraufhin der Dammer Küster und Organist Bernhard Hannöver am 19.2.1985 das Amt des Chorleiters übernahm. Auch unter seiner Leitung wurden mehrere Rundfunkgottesdienste mitgestaltet, und der Chor trat auch außerhalb der Gemeinde auf, z. B. im Dom zu Münster. 1990 feierte der Chor sein 100. Gründungsjubiläum. Mit ca. 40-45 aktiven Chorsängern blieben die Mitgliederzahlen konstant.

Im August/September 2007 wurde in Zusammenhang mit der Gemeindefusion mit Osterfeine und Rüschendorf eine neue hauptamtliche Kirchenmusikerstelle ausgeschrieben. Der neue Kirchenmusiker sollte die Leitung der Chorgemeinschaft übernehmen, woraufhin die aktive Chorarbeit in Folge der Chorversammlung am 19.2.2008 zunächst eingestellt wurde.

Als Gabriel Isenberg im November 2008 die neue Stelle als Kirchenmusiker in St. Viktor antrat, war es zunächst seine Aufgabe, die Chorarbeit wieder ins Leben zu rufen. Zuerst bildete er einen Projektchor, der mit 19 Sänger/innen die Gestaltung der Christmette übernahm. Am 13.1.2009 wurde die Arbeit der Chorgemeinschaft offiziell wieder aufgenommen. Mit 40 aktiven Chormitgliedern war die Zahl der aktiven Sänger/innen im Juni 2009 bereits wieder auf einem hohen Niveau. Im Mai 2012 zählt die Chorgemeinschaft 50 aktive Sängerinnen und Sänger. Seit Anfang 2013 singen 60 Mitglieder in der Chorgemeinschaft.

Mit ihrer Musik hat die Chorgemeinschaft bereits zahlreiche Gottesdienste und Konzerte bereichert. Im März 2011 sang sie bei einem Rundfunkgottesdienst, der von NDR und WDR übertragen wurde. Darüberhinaus steht in jedem Jahr ein größeres Konzert auf dem Programm. Ein Höhepunkt der jüngeren Chorgeschichte war die Aufführung der beiden Rockmessen „RoQuiem“ und „MASSive“ des Komponisten Paul Barker im Herbst 2013, die auch auf CD herausgebracht wurde. Der Chor wirkte 2013 ebenfalls bei mehreren Theateraufführungen in Damme auf der Bühne mit.

Im Jahr 2015 zählt die Chorgemeinschaft rund 65 Chormitglieder. Sie ist Ausrichter des Cäcilienfestes der Kirchenchöre im Dekanat Damme.

2016 führte die Chorgemeinschaft die Messe op. 4 des belgischen Komponisten Joseph Callaerts erstmals in der unveröffentlichten Orchesterfassung auf. Der Chor nahm dies zum Anlass, das Werk auch in der belgischen Partnerstadt Damme/Flandern zu singen.


Chorprojekte seit 2009

2009

Adventskantate „Lichter der Hoffnung“ von Klaus Heizmann (gemeinsames Projekt mit dem ev. Kirchenchor Damme)


2010

Marienkonzert „Salve Regina!“ (u. a. mit J. M. Dreyers Marienlitanei und W. A. Mozarts „Laudate Dominum“)


2011

Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater dolorosa (Fassung für Solisten und gemischten Chor)


2012

Evensong (Englische Chor- und Orgelmusik zum Erndtedankfest)


2013

Theaterprojekt „Im Westen geht die Sonne auf“ (Aufführungen mit dem Theater Dammer Berge)

RoQuiem und MASSive (Deutsche Erstaufführung) von Paul Barker - zwei Rockmessen für Solo, Chor, Band und Symphonieorchester


2014

Engelsklänge (Chor- und Orgelmusik von W. A. Mozart, F. Mendelssohn Bartholdy, E. Humperdinck u. a.)


2015

Passion (Chorprojekt mit alten und neuen Liedern zur Passionsgeschichte)

Ausrichtung des Cäcilienfestes der Kirchenchöre im Dekanat Damme (aus Anlass des Jubiläums „125 Jahre Chorgesang in Damme“)


2016

Joseph Callaerts: Missa in F op. 4 (in der unveröffentlichten Orchesterfassung), verbunden mit einer Reise in die Partnerstadt Damme/Belgien


2017

Wiederaufnahme der Rockmessen RoQuiem und MASSive von Paul Barker

Theaterprojekt „Romeo und Julia in den Dammer Bergen“ (Open-Air-Aufführungen mit dem Theater Dammer Berge)